Debatten um die Zustellung der Zukunft

Es war ein pas­sen­der Or­t, an dem ver­.­di die BR der Deut­schen Post, Füh­rungs­kräf­te so­wie Fach­wis­sen­schaft­ler am 6. Ju­ni 2018 zu­sam­men­brach­te. Der ver­.­di Lan­des­fach­be­reich 10 PSL Ba­den-Würt­tem­berg hat­te zu ei­ner Kon­fe­renz in den Stutt­gar­ter Kur­saal ge­la­den, wo 1949 die Deut­sche Post­ge­werk­schaft ge­grün­det wur­de. Hier nahm die Ge­schich­te der durch­set­zungs­star­ken DPG ih­ren An­fang, und an je­nem 6. Ju­ni 2018, wo die Kol­le­gIn­nen der Post be­reits seit über 15 Jah­ren zu ver­.­di ge­hör­ten, stärk­ten sie sich für die Zu­kunft. Der Ti­tel der Kon­fe­renz: „Zu­stel­lung 2030 in Zei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung“. Denn es gil­t, die Di­gi­ta­li­sie­rung nicht al­lein als Ge­fahr zur Sen­kung von Ar­beits­stan­dards zu se­hen, son­dern sie als Chan­ce für gu­te Ar­beits­ge­stal­tung zu er­ken­nen. Dies be­ton­te be­son­ders An­drea Koc­sis, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de von ver­.­di und Lei­te­rin des Bun­des­fach­be­reichs 10. Er­öff­net wur­de die Kon­fe­renz von Ar­nold Pü­schel, dem Lan­des­fach­be­reichs­lei­ter, der ein­füh­rend frag­te: „Wel­che Fol­gen hat der pro­gno­s­ti­zier­te Rück­gang des Brief­vo­lu­mens um ca. 2% pro Jahr und der wei­te­re An­stieg des Pa­ket­vo­lu­mens um jähr­lich 5% für die Or­ga­ni­sa­ti­on des Aus­lie­fe­rungs­netz­wer­kes und die Ar­beits­tei­lung von Brie­f- und Pa­ket­zu­stel­lung?“ Pü­schel lud al­le An­we­sen­den da­zu ein, sich ge­mein­sam Ge­dan­ken dar­über zu ma­chen, wie „wie die Zu­stel­lung im Pa­ket und Brief­be­reich zu­kunfts­fest ge­stal­tet, die Ar­beits­be­din­gun­gen ver­bes­sert und die At­trak­ti­vi­tät des Zu­stel­ler­be­rufs ge­stei­gert wer­den kann“. Durch das Pro­gramm führ­te Claus Zan­ker, der Ge­schäfts­füh­rer von IN­PUT Con­sul­ting, ein wis­sen­schaft­li­cher Ex­per­te für Lo­gis­tik und Di­gi­ta­li­sie­rung. Auch auf­sei­ten der Deut­schen Post weiß man, dass es hier viel mit ver­.­di zu dis­ku­tie­ren gib­t. Da­her trat Tho­mas Hom­ber­ger, der Re­gio­na­le Ge­schäfts­be­reichs­lei­ter Süd, nach vorn und be­grüß­te die Ge­le­gen­heit, sich ge­mein­sam Zeit für ein ge­gen­sei­ti­ges In­for­mie­ren und für De­bat­ten zum The­ma Zeit neh­men zu kön­nen. Ein­bli­cke in Markt­stra­te­gi­en der Post im Um­gang mit di­gi­ta­len Ver­än­de­run­gen bot sein Kol­le­ge Tho­mas Schnei­der aus dem Be­reichs­vor­stand Be­trieb PeP. Tho­mas Held vom GBR mach­te deut­lich: „Den Ver­su­chen, Ar­beits­zei­ten, „aus­zu­u­fern“ und Schutz­re­geln auf­zu­wei­chen, wer­den wir uns ent­ge­gen­stel­len. Lars Mauch vom Fraun­ho­fer In­sti­tut und Niels Wink­ler, Re­fe­rent für Ver­wal­tungs­mo­der­ni­sie­rung stell­ten in­ter­essan­te Mo­dell­pro­jek­te vor­. ­Die Be­triebs­rä­te aus den DPAG-Nie­der­las­sun­gen in Ba­den-Würt­tem­berg hat­ten sich vor­ab mit der Zu­stel­lung der Zu­kunft aus­ein­an­der­ge­setz­t. Die Er­geb­nis­se prä­sen­tier­te BR An­dre­as Sprin­ger-Kieß. ­Der Er­fah­rungs­schatz aus den Be­trie­ben ist hier be­son­ders wert­voll, das wur­de auch ge­gen En­de bei ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on mit al­len Re­fe­ren­ten deut­lich. Ab­schlie­ßend brach­te es in sei­ner Schluss­an­spra­che Gün­ter Neid­lein, Mit­glied im Prä­si­di­um LBzFBV PS­L, auf den Punk­t: „Die Di­gi­ta­le Ver­än­de­run­gen sind An­lass ge­nug, sich mit der Zu­kunft der Zu­stel­lung bei der Deut­schen Post DHL in­ten­siv aus­ein­an­der­zu­set­zen.“

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